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aromaTisch vegetarisch-Aktionstage in der Seniorenbetreuung

21.04.2016 | Aus: Seniorenverpflegung

Aktionstage im Altenzentrum Karl Flor in Wettbergen: Die BewohnerInnen schnippeln, rühren und probieren gemeinsam ihr Mittagessen. Die Mitarbeiterinnen des Projekts „aromaTisch vegetarisch“ begleiten die Zubereitung der Mittagsmahlzeit mit ihren Aktionsmaterialien und tauschen sich mit den SeniorInnen über die Vorteile der vegetarischen Kost aus.

Auf dem Speiseplan stehen eine cremige Tomatensuppe als Vorspeise, ein Bulgursalat mit knackigem Frühlingsgemüse und ein Dinkelbrot mit Kräuterquark als Hauptspeise und ein Fruchtjoghurt als Dessert. Das Besondere an den Aktionstagen: Gekocht werden die Gerichte auf dem neuen mobilen Kochelement des Altenzentrums. Dieses erlaubt es, die Zubereitung der Mahlzeiten direkt in die Wohngruppe zu verlagern und auch die gehbehinderten BewohnerInnen einzubinden. Die meisten Damen und Herren sind beim Zerkleinern des Gemüses mit Eifer dabei, manches Stück wandert dabei auch gleich in den Mund. Gerne erzählen sie von ihren eigenen Erfahrungen von früher. So sieht der für das Rezept benötigte Babyspinat auf dem Tisch ganz anders aus, als die großen Blätter, an die man sich selbst erinnert und die – als man selbst Kind war – sogar noch in der Badewanne gewaschen werden mussten, weil so viel Spinat für die mehrköpfige Familie benötigt wurde.

© Umweltzentrum Hannover e.V.

© Umweltzentrum Hannover e.V.

Bulgur, der heute auf den Tisch kommt, ist den meisten BewohnerInnen nicht bekannt, mit Interesse versuchen sie, die einzelnen Gläschen des mitgebrachten Getreide- und Hülsenfrüchtequiz richtig zuzuordnen. Die größte Einschränkung ist dabei oft die nachlassende Sehkraft, die eine Unterscheidung von Couscous, Hirse oder Quinoa fast unmöglich macht. Aber bei Linsen, Bohnen, Erbsen oder den klassischen Getreidesorten Reis oder Dinkel können die Ratewilligen fast alles richtig benennen.
Essenszeit – endlich stehen die Suppe und das duftende Brot auf dem Tisch und werden mit Appetit verzehrt. Nicht jedem gefällt die rein vegetarische Auswahl an diesem Tag, die meisten essen aber mit Genuss und freuen sich an den vielfältigen Geschmackserlebnissen, die ihnen die frischen Kräuter und das Frühlingsgemüse bieten.

Die Skeptiker unter den BewohnerInnen von vegetarischen Gerichten zu überzeugen, ist eine Herausforderung, der man sich nach Aussage der Hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin Petra Wilhelm gerne stellt. Denn für den kirchlichen Träger spielt bei der Zubereitung der Mahlzeiten neben den gesundheitlichen Vorteilen für die BewohnerInnen auch das Thema Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle. Und diesem wird durch eine bewusste Auswahl von Fleisch zunehmend Rechnung getragen.

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